Bodenwerte vom Donnerstag, 24. Juni 2021 11:30Uhr

Bodentemperatur +5cm Bodentemperatur -10cm Bodentemperatur -50cm
26,1 °C 18,3 °C 17,8 °C

Bodenfeuchte

Bodenfeuchte -10cm Bodenfeuchte -50cm
7 cb 18 cb

Die Bodenfeuchte wird mittels Watermark®Sonden in 10cm und 50cm Tiefe gemessen.
Der Feuchtigkeitsgehalt des Erdbodens wirkt sich auf die Boden - und Oberflächentemperatur aus: Je feuchter der Boden, desto träger die Schwankungen. Ein sehr nasser Boden friert nur langsam durch und bleibt lange tief gefroren, da eine große Menge Energie für den Wechsel des Aggregatzustandes des Wasser gebraucht wird. Ein trockener Boden besteht aus mineralischen Bestandteilen und mit Luft gefüllten Hohlräumen.Ist der Boden komplett mit Feuchtigkeit gesättigt,ist die gesamte Luft durch Wasser ersetzt. Gemessen wird der Unterdruck von 0-200 in Zentibar (cb), den die Pflanzen überwinden müssen,um gegen die Kapillarkraft Wasser aufnehmen zu können Je weniger Wasser im Boden vorhanden ist, desto größer ist der (negative) Druck, desto höher die Anzeige in cb. Da Pflanzen unterschiedlich mit Trockenheit zurecht kommen, also trockenem Boden mehr oder weniger stark die Restfeuchtigkeit entziehen können, kann die folgende Tabelle lediglich als grobe Orientierung dienen. Da die Messung in einem schweren Boden stattfindet,entsprechen die Angaben für leichte und mittelschwere Böden lediglich Umrechnungen
:

Werte Bodenbeschaffenheit

0-10cb

Gesättigter Boden. Typisch im Winter und nach ergiebigen Regenfällen.

10-20cb

Alle Böden sind ausreichend nass. Keine Bewässerung nötig.

20-40cb

Leichte Böden trocknen aus und brauchen Bewässerung, mittelschwere Böden sind gerade noch ausreichend feucht..

40-60cb

Leichte und mittelschwere Böden brauchen bei Pflanzen mit Hauptwurzeln in Sensortiefe Bewässerung. Schwere Böden sind gerade noch ausreichend feucht.

60-100cb

Alle Bodensorten brauchen bei Pflanzen mit Hauptwurzeln in Sensortiefe Bewässerung. Büsche zeigen auf leichten und steinigen Böden Trockenstress.

100-200cb

Trockener Boden. Ohne Bewässerung gibt es bei mitteltief wurzelnden Pflanzen (bis Buschgröße) bereits Trockenschäden auf allen Bodensorten.

Blattfeuchte

Blattfeuchte 0lf= Trocken 15lf=tropfnass
0 lf

Die Blattfeuchte stellt einen Wert dar, welcher Ihnen den Zustand der Vegetation/Blätter in Bezug auf deren Oberflächenfeuchte wiedergibt. Gemessen wird dieser Wert über einen sogenannten Blattfeuchte-Sensor, welcher den Zustand der Blattoberflächen simuliert. Die Messwerte sind wichtige Indikatoren für die Beurteilung der Pflanzenbewässerung oder für die Beobachtung der Natur in Hinsicht auf Waldbrandgefahr. Mit der Messtation wird die Blattfeuchte in 30cm Höhe über dem Boden (Rasen) gemessen. Werte (lf = leaf) von 0 (trocken) bis 15 (tropfnass):


Grünland

Grünlandtemperatursumme

Besonders in der Agrarmeteorologie findet die Grünland-Temperatur-Summe (GLT) Anwendung und ist deshalb auch für Kleingärtner interessant. Sie errechnet sich aus allen positiven Tagesmittelwerten. Im Januar wird dieser Wert mit 0,5 und im Februar mit 0,75 multipliziert. Ab März geht der volle Tageswert in die Rechnung ein. Wird im Frühjahr die Marke von 200 überschritten, beginnt die nachhaltige Vegetation. Ab dieser Grenze kann der Boden wieder genügend Stickstoff aufnehmen und verarbeiten. Der in der Tabelle angegebene Wert wird bis zum 31.Mai errechnet.:


Wärmesumme

Wärmesumme>17,0°C

Von Juni bis August wird die Wärmesumme berechnet, die ebenfalls einen wichtigen Wert in der Agrarklimatologie darstellt. Der Wert ist ein Anhaltspunkt zur Prognose der Reife von landwirtschaftlichen Produkten. Außerdem kann man damit im Vergleich eine Aussage über die Güte eines Sommers treffen. Zur Berechnung gibt es keine klar vorgeschriebene Definition. Hier ergibt sich die Wärmesumme aus der Addition aller Tagesmittelwerte die über dem Schwellenwert von 20°C liegen. :


Kältesumme

Kältesumme<0,0°C November bis März (April)">

Die Kältesumme ist dagegen ein Indikator für die Strenge eines Winters. Sie wird von November bis März ermittelt. Alle negativen Tagesmittelwerte fließen als Summe in das Ergebnis ein. Je höher der Wert, um so härter präsentierte sich der Winter. :